Kapitel: Rituale

Sorgenpäckchen

Thema: Sich von Themen, Sorgen oder Dingen befreien

Wirkung: Erleichterung und Leichtigkeit erfahren

Dauer: Ca. 60 Minuten

Material: Evtl. kleine Blätter Papier und Stifte/Paketband/eine Schere oder Messer

Ort: Überall

 

Durchführung:

Zunächst ist es wichtig, dass du dir dessen bewusst wirst, was du genau loslassen möchtest.

Sind es Sorgen, Freundschaften oder Eigenschaften? Betrachte die verschiedenen Aspekte deines Themas, das du loslassen möchtest, z. B. Unachtsamkeit, Ungeduld, Eifersucht.

Suche dir für jeden Aspekt einen Gegenstand aus der Natur, und verschnüre diese Gegenstände zu einem Paket. Trage diese Last zuerst eine Weile mit dir herum. Wenn du alle deine Sorgen eingesammelt hast, suche dir einen Ort, an dem du dein Sorgenbündel ablegst und dich zu ihm setzt.

Nun kannst du z. B. dein Bündel loslassen. Vielleicht bist du bereits an einem Punkt, an dem es darum geht, deine  Sorgen und Ängste rituell loszulassen. Verbrenne sie an einer Feuerstelle oder in einer Schale. Du kannst sie auch vergraben oder in einen Fluss werfen. Du entscheidest, wie du dein Loslassritual zelebrierst. Du kannst deine  Ängste und Sorgen aber auch sorgfältig in Augenschein nehmen. Betrachte sie, indem du die Stellvertretergegenstände in die Hände nimmst und hineinspürst. Vielleicht findest du etwas Positives an ihnen. Arbeite dann z. B. mit der Übung »Polaritäten« weiter. Deine Sorgen kannst du auch loslassen, indem du sie veränderst. Nimm dir dafür einen Gegenstand heraus, und verändere ihn. Schnitze z. B. am Holz, brich etwas ab, oder pflücke noch mehr Blumen.

Gestalte etwas Neues, und nimm wahr, wie es sich anfühlt, deine Sorgen in die Hand zu nehmen und zu gestalten. Was verändert sich dadurch in dir? Eine weitere Möglichkeit, etwas loszulassen, ist, es anzunehmen und zu deinem Verbündeten werden zu lassen. Viele Ängste und Sorgen können wir nicht einfach loslassen, verbrennen oder wegwerfen. Das Auseinandersetzen mit ihnen kann jedoch den Umgang mit ihnen verändern. Nimm deine Ängste und Sorgen als Stellvertretergegenstand in die Hände. Spüre nach, ob von deinem Körper eine Resonanz ausgeht, vielleicht als Druck, Schmerz oder Enge. Atme in diesen Bereich hinein, lege oder halte auch deinen Gegenstand dorthin.

Nimm auf diesem Weg Kontakt mit deinen Sorgen und Ängsten auf, und beginne ein Gespräch mit ihnen: 
Frage, was sich hinter deiner Angst verbirgt.
Was braucht deine Angst?

Finde heraus, wie sie an ihrem Platz bleiben kann, ohne dich komplett einzunehmen. Finde einen Ort, an dem du deinen Naturgegenstand hinstellst. Wenn er in der Natur verbleibt, besuche ihn einmal pro Woche und betrachte die Veränderungen.